Kieferorthopädie Ja oder Nein? Ein ganzheitlicher Ansatz

Heutzutage bekommt fast jedes Kind eine Zahnspange. Warum diese Maßnahme nötig ist und ob sie überhaupt nötig ist, wird selten hinterfragt. Aber gerade diese Fragestellung ist wichtig, wenn man ganzheitlich-holistisch verstehen möchte, was hinter den Zahnfehlstellungen steckt.

Ist Kieferorthopädie nötig oder nicht?

Das ist aus schulmedizinischer Sicht eindeutig zu beantworten.

Um Kiefergelenksbeschwerden, parodontalen Problemen und psychischen Belastungen (durch ästhetische Einbußen) vorzubeugen, sollte unbedingt kieferorthopädisch behandelt werden.

Inzwischen beginnt die Therapie bereits immer früher; in meiner Studienzeit galt noch, die Behandlung nicht vor dem Durchbruch der bleibenden Eckzähne zu starten, aber heute werden schon die Grundschulkinder therapiert. Immer häufiger  mit festsitzenden „Zahnspangen“, den sogenannten Brackets.

Die klassische Kieferorthopädie setzt nur auf der körperlichen Ebene an. Das heisst, sie bezieht in die Diagnose und Therapie lediglich die Zähne, das Parodont, den Knochen, die Kiefergelenke und den Biß ein.

Ganzheitliche Heilung und Therapie stützt sich allerdings auf mehr als die körperliche Ebene. Nämlich auf Körper, Geist und Seelenebene.

Die Frage ist immer, warum eine Krankheit entsteht!

Aus holistischer Sicht herrscht ein Energiemangel, damit Krankheitssymptome entstehen können. Am Beispiel der Karies lässt sich dieser Zusammenhang leicht erklären:

Wenn alle Zähne im Mund denselben Bakterien (Mundmilieu), derselben Zahnpflege und Ernährung ausgesetzt sind, müssten alle Zähne Karies bekommen, sobald die Kariesbakterien aus Zucker Säuren bilden.

Aber das passiert nicht! Es erkranken immer nur einzelne Zähne an Zahnfäulnis.

Die ganzheitliche Erklärung lautet: Ein lokaler Energiemangel im zum Zahn gehörenden Meridiansystem schafft die Voraussetzung, dass die Säure eine Karies auslöst.

Und ähnlich verhält es sich, in meinem Verständnis, bei Zahnfehlstellungen.

Auch seelisch-geistige Aspekte können einen Energiemangel im Meridiansystem und den entsprechenden Zahnfächern auslösen, welche Symptome auf der Zahnebene verursachen. In der Psychodontie werden alle diese Faktoren betrachtet und in die Diagnostik und Therapie eingebunden. Erst ein Heilungsansatz, der alle Aspekte einschliesst, kann letztlich zu einer dauerhaften Heilung führen.

Bezogen auf kieferorthopädische Therapieansätze bedeutet es, dass dann keine Rückfälle und Rezidive mehr eintreten.

Denn genau das ist nach einer klassischen Therapie heute üblich. Um einer Verschiebung der Zähne nach Beendigung der „Spangentherapie“ vorzubeugen, werden entweder herausnehmbare Schienen (lebenslang) oder an die Zähne geklebte „Retainer“ verwendet. Ohne diese Maßnahmen würden bei den meisten Patienten die Behandlungserfolge (gerade Zähne) nach einigen Jahren verschwunden sein.

Nur wenn alle Strukturen (Muskulatur, Knochen, Bänder, Zähne, Blut, Ph-Wert,…) und Ebenen (Seelisch, geistig, körperlich) in den Therapieansatz eingeschlossen werden, kann ein dauerhafter Erfolg erzielt werden. Und dann sind weder Schienen noch Retainer nötig.

Als ganzheitlich-kieferorthopädische Behandlungsapparate sind an dieser Stelle der Bionator und das Myobrace-System zu nennen.

Weitere Impulse, Inspirationen und persönliche Erfahrungen berichte ich in diesem Video:

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WICHTIG: Ich betone ausdrücklich, dass ich hier nur Inspirationen gebe. Wer ernsthafte Probleme mit den Zähnen hat, sollte sich an einen Zahnarzt seines Vertrauens wenden. (Rechtlicher Hinweis)

Auf der Seite der Gesellschaft für ganzheitliche Kieferorthopädie gibt es eine Liste ganzheitliche arbeitender Kieferorthopäden.

Herzlichst

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8 Kommentare

    • Früh beginnen, aber mit den richtigen Methoden…z.B. myofunktionelle Geräte wie Myobrace. Alle anderen Methoden halte ich für sehr fraglich.

      Antworten
  • Hallo Dr. Karin, eine tolle Ansicht zum Thema Kieferorthopäde. Meine Schwester ist eine Zahnärztin und wir haben gestern über dieses Thema gesprochen. Sie stimmt Dir zu, dass wenn alle Strukturen in den Therapieansatz eingeschlossen werden, kann ein dauerhafter Erfolg erzielt werden.

    Antworten
    • danke für deine lieben Worte und viele Grüße an deine Schwester, unbekannterweise 🙂

      Antworten
  • Vielen Dank für die tollen Infos, ich bin beim Kinder-Orthopäden meiner Tochter zufällig auf die Myobrace Broschüre gestoßen.
    Grundsätzlich schreibe ich in keinen Blog, aber hier muss ich doch mal was loswerden…
    Sind mit unserem Sohn beim Kieferorthopäden in Behandlung, er ist 11 Jahre und eine feste Spange steht bevor, wovon wir Eltern nie begeistert waren uns aber die Alternative fehlte.
    Ich war von der Logik und Vorgehensweise schnell überzeugt, da ich damals von meinem Zahnarzt im Kindesalter darauf hingewiesen wurde mit der Zunge regelmäßig gegen meine schiefen unteren Schneidezähne zu drücken, das tat ich und bin so um eine feste Spange herumgekommen. Heute wird mir bewusst das das wohl ein toller Zahnarzt war…..; )
    Während mein Mann eine feste Spange hatte und die Zähne wieder so schief sind wie vorher…
    Jedenfalls will jeder das Beste fürs Kind und gestern ließ ich mich vom Myobrace Centrum beraten, sowie von der ärztlichen Telefonhotline meiner KK, die sich beide sehr viel Zeit für meine Fragen nahmen, sehr sympathisch. … die Zahnärztin unterstützte zwar den ganzheitlichen Aspekt meinte aber dass das, für mein Kind zu spät wäre und Myobrace nur für jüngere geeignet sei.
    Also verbrachte ich den Tag mit der Suche nach Alternativen fand nur noch die Aligner Schienen die aber das gleiche Ziel verfolgen wie feste Zahnspangen, also auch nichts!
    Dummer Weise gibt es für diese aber neutrale Berichte von Anwendern, während es das für
    Myobrace nicht gibt, alles nur Webung in eigener Sache oder von zusammenarbeitenden Praxen, nichts von Anwendern!
    Da fragt man sich schon warum, wenn heutzutage jeder Quatsch ins Netz gestellt wird.
    Ihr Beitrag hat mich wieder etwas ermutigt, allerdings ist das ja auch keine Kasseneistung
    und wenn man nicht wirklich was in der Hand hat ausser Werbung…?!
    Haben Sie persönlich denn mit dem Myobrace System Erfahrung?
    Sie würden mir mit Ihrem Wissen wirklich weiterhelfen!
    Vielen Dank schon mal!
    DOREEN

    Antworten
    • Liebe Doreen,
      ich habe nur und ausschließlich mit dem Myobrace meine beiden jüngsten Töchter behandelt (bei den beiden Großen gab es das noch nicht) und habe sensationelle Erfolge erlebt. Es geht langsamer als mit herkömmlicher KFO, aber manchmal braucht es einfach etwas Geduld und Vertrauen…der Körper hilft dann so mit, dass es ein dauerhaftes Ergebnis gibt. LG KArin

      Antworten
  • Guten Tag,
    danke für die tollen Infos auf Ihrer Seite.
    Endlich gehört eine ekelige Zahnspange der Vergangenheit an.
    Wurde ja Zeit das sich mal jemand eine Alternative für diese mittelalterlich anmutenden Spangen einfallen lässt.
    LG
    Manu

    Antworten

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