Kleinkind-Karies/Holistische Lösungen

Als holistischer Zahnärztin behaupte ich , dass mehr als dreißig Jahre zahnärztlicher Karies- und Fluoridprophylaxe  immer noch nicht zur Kariesfreiheit bei Kindern geführt haben. Recherchiert man nach der Karieserkrankungsrate (Inzidenz) bei Kindern in Deutschland, findet man schnell folgende Zahlen im Netz:

80% der 12-Jährigen sind kariesfrei. 

Im ersten Moment führt diese Zahl zu der Annahme, dass die Karies allgemein rückläufig ist. Aber ist sie das wirklich?

 

Die Realität zeigt ein anderes Bild

  1. In meiner Praxis habe ich schwerpunktmäßig Kinder behandelt und konnte ein komplett anderes Bild sehen. Trotz der verstärkten Prophylaxe-Maßnahmen in Kindergärten, Schulen, aber auch zahnärztlichen Praxen  mit Einführung der IP-Positionen (Individualprophylaxe bei Kindern, die von der gesetzlichen Krankenversicherungen gezahlt wird), gibt es immer wieder kariöse Kinderzähne zu behandeln. Bereits in den neunziger Jahren machte ich die Beobachtung, dass immer mehr Kinder am sogenannten „Nursing-Bottle-Syndrom“ erkrankten. Dabei handelt es sich um den schnellen Zerfall der Schneidezähne bei Kleinkindern. Teilweise sind die Kinder knapp über ein Jahr alt und haben gerade erst die Zähne bekommen. Kaum sind sie da, faulen sie regelrecht vor den Augen der Eltern weg. Auch wenn dieses Syndrom „Nursing-Bottle-Syndrom“ heisst, bedeutet das keineswegs, dass gestillte Babies vor diesem Zahnverfall geschützt seien.

Aber nicht nur bei diesen sehr jungen Patienten erlebte ich vermehrt Löcher in den Milchzähnen, sondern auch bei den sogenannten Kindergarten-Kindern, also der Altersgruppe zwischen 3 und 5 Jahren.

Suchte ich wissenschaftliche Studien oder gar Informationen im Netz zu der Karieshäufigkeit in dieser Altersgruppe, blieb ich meist erfolglos. Mir wurde sehr schnell bewusst, dass fast alle Veröffentlichungen, die man zur Situation der Karies bei Kindern in Deutschland findet, sich um die 12-Jährigen oder 6-Jährigen drehen und ein durchaus passables Bild in der Wahrnehmung der Bevölkerung zeichnen. 

Aber warum wird in Studien immer bevorzugt diese Altersgruppe untersucht?

Nun, das hat mit den Zielen der WHO bis zum Jahr 2020 zu tun! Diese sind in Bezug auf die Mundgesundheit von Kindern folgende:

  1. Der Anteil kariesfreier Milchgebisse bei den 6-Jährigen Kindern soll mindestens 80% betragen.
  2. Reduzierung des DMFT-Index bei den 12-Jährigen auf einen Wert von unter 1,0. Halbierung des Anteils der 12-Jährigen mit hohem Kariesbefall (DMFT-Index > 2, Bezugswert 1997).

Es wird also nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Gesamtbild betrachtet und kommuniziert. Aber wie sieht es bei den Kleinkindern aus? Wie bereits gesagt, ist es sehr schwer, wissenschaftliche Daten zu dieser Altersgruppe zu finden. Im Jahre 2018 publizierte eine zahnärztliche Fachzeitschrift folgenden Artikel: 

Milchzahnkaries ist das Problem

Darin fand ich erstmals eine aus meiner Sicht ehrliche Darstellung der Situation in Deutschland und vor allem nach Bundesländern unterschieden. Hier wird offenbar, dass in gesamt Deutschland die Kleinkindkaries ein Problem darstellt.

Was ist die Lösung aus holistischer Sicht?

Die holistische Lösung liegt auf mehreren Ebenen, nämlich auf Körper-, Geist- und Seelenebene. Meist fokussieren sich Eltern und Zahnärzte rein auf die körperliche Ebene und  darauf, das Symptom möglichst schnell „nicht sichtbar“ zu machen. Die Reparatur ist das Ziel.

Die Reparatur ist wichtig zur Wiederherstellung verschiedener Funktionen, aber keine langfristige Lösung des Problems!

Die Frage, die man sich zunächst stellen muss, ist doch WARUM gerade diese Altersklasse eine Zunahme an Zahnschmelzerkrankungen zu verzeichnen hat? Und ich sage bewusst nicht nur Karies, denn die Erkrankung MIH ist ebenso im Vormarsch und aus holistischer Sicht ebenfalls interessant. Das soll allerdings an dieser Stelle nicht das Thema sein und wurde bereits in einem meiner YouTube-Videos besprochen.

Welche Schritte sind wichtig, um das Symptom zu erkennen und heilen?

  1. Verständnis der Bedürfnisse des kindlichen Körpers, um Gesund zu bleiben.
  2. Verständnis über die seelischen Themen, die hinter den Schneidezähnen stehen.
  3. Verständnis der nicht zielführenden Glaubenssätze.

Auf körperlicher Ebene sind zunächst die Kenntnisse einer zahngesunden Ernährung, wie ich sie in meinem E-Book „Zauberhafte Rezepte für gesunde Zähne“ beschreibe, essentiell. Bei kariesverhütender Ernährung denken die Meisten an das Weglassen von Zucker. Natürlich ist dies bereits ein wichtiger Schritt hin zur zahngesunden Ernährung, aber das Problem liegt bereits darin, dass viele Menschen überhaupt nicht wissen, welche Zuckerarten es gibt, wo sie enthalten sind und entsprechend tatsächlich allen Zucker aus der Ernährung eliminieren zu können. Andererseits impliziert der Rat, Zucker wegzulassen, um Karies zu verhindern, dass eine ansonsten  ungesunde Zivilisationnahrung durchaus unproblematisch sei. Und genau dort liegt der „Hund begraben“. Es ist die moderne Art der Ernährung mit Fertigprodukten, überzüchteten Obst- und Gemüsesorten, pestizidhaltigen Getreide und Gemüsesorten, hormonhaltigen Fleisch- und schwermetallbelasteten Fischsorten. Aber auch der Irrglaube, dass Milch gesund für Knochen und Zähne sei, und genau in diesem „Lebensmittel“ eine große Gefahr für die Zahngesundheit steckt. Das bedeutet, dass die landläufige Meinung, welche Ernährung vor Karies schützt, bereits eine Fehlerquelle der Gesamtsituation darstellt und ob dieser Fehlinformation auch keine Besserung in Sicht ist. Das bedeutet, dass jeder bewusste Mensch beginnen sollte, sich zu informieren, wie dem Körper alle Nährstoffe und Vitalstoffe zugeführt werden können, damit er in der Lage ist, sein Regenerationspotential auszuschöpfen. Und das beginnt in Bezug auf die Zahngesundheit von Kindern, bereits im Mutterleib.

Auf seelischer Ebene ist nach der Thematik, die hinter den entsprechenden Zähnen und deren versorgendem Meridian liegt, zu analysieren und zu balancieren. Jeder Zahn hat eine Signatur, also eine Zeichensprache. Aber auch der Kiefer (Ober- oder Unterkiefer), die Seite (rechts oder links) und der den Zahn mit Energie versorgende Meridian , transportieren Informationen. Alle diese einzelnen „Zahn-Sprach-Fragmente“ bilden zusammengesetzt einen deutlichen Text. Dieser ist individuell auszuwerten, da immer die Anzahl der einzelnen betroffenen Zähne in die Gesamtbetrachtung einbezogen werden muss. Manche Kinder haben im Falle des Nursing-Bottle-Syndroms nur 3 Zähne befallen, andere Kinder 5 oder mehr Zähne. Bei manchen Kindern befindet sich der kariöse Zerfall nur im Oberkiefer, nur im Unterkiefer oder nur auf einer Seite. Insofern möchte ich hier an dieser Stelle erwähnen, dass es auch im Falle dieser frühkindlichen Karieserkrankung keinerlei allgemeingültigen Aussagen über das dahinterliegende Thema gibt. Alles ist immer individuell und auch wenn das Symptom im Außen gleich erscheint, ist es das  niemals auf der Ebene des Individuums. Dennoch kann eine Tendenz an der Erkrankung dieser Zähne abgeleitet werden. Da die mittleren Schneidezähne nach Dr. Edelmann  als Vater-  (rechter) und Mutterzahn (linker) bezeichnet werden und die seitlichen Schneidezähne die Rangordnung innerhalb der Familie aufzeigen, liegt darin bereits ein wichtiger Hinweis auf die Thematik. Wie bereits erwähnt gibt die Kieferzugehörigkeit ebenfalls einen Anhalt, ob es sich um ein vergangenes und somit oft Familienthema (Oberkiefer) oder das „Hier und Jetzt“ (Unterkiefer) handelt. Und betrachten wir weiterhin den Meridian, der diesen Bereich versorgt, dann wird es noch interessanter. Es handelt sich um den Nieren-Blasenmeridian, der die Urenergie transportiert. Er ist blockiert, wenn folgende emotionale Störungen vorliegen:

  1. Angst und Panik
  2. Machtlosigkeit
  3. Mangel an Selbstbewusstsein
  4. Frustration
  5. Verunsicherung

Betrachtet man, wie heute Kinder in diese Welt kommen, ist sicherlich nachvollziehbar, dass bereits sehr früh, Erfahrungen in Richtung dieser Emotionen gesammelt werden. Ich möchte hier an dieser Stelle nicht zu weit ausholen, da es ein gesamtes Tagesseminar füllt,  aber einen Blick auf die modernen Schwangerschafts- und Geburtsbegleitungen werfen. Bereits dort beginnt der Stress, die Überforderung, die Angst vor Risiken bei der Mutter und darüber im vegetativen Nervensystem des Kindes. Vielleicht sollten wir als Gesellschaft einmal darüber nachdenken, wie die zukünftigen Kinder sanfter und entspannter auf diese Welt kommen dürfen. Und betrachtet man den Stress in heutigen Familien, den Lebensunterhalt sichern zu können, ergeben sich weitere Einflussfaktoren. Der Stresspegel in jungen Familien ist meist sehr hoch, weil die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen die natürlichen Abläufe, wie sie in unserem Körper seit Urzeiten angelegt sind, torpedieren. Und hier wird klar, dass der holistische Lösungsweg mehr als nur die Reparatur der Karies beinhaltet.

Auf geistiger Ebene sind es die Glaubenssätze, mit denen wir leben und permanent beschallt werden. Der Einzelne braucht einen Experten, der ihn gesund macht, aber auch moderne „Zaubermittel“, die dafür sorgen, dass das Symptom nicht mehr gesehen wird. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Eigenverantwortung reduziert, die Opferhaltung geschürt und somit der Gedanke, selbst etwas verändern zu können ausgeblendet wird. Es gibt solch wundervolle Entwicklungen von Menschen zu beobachten, die die Selbstverantwortung zurück erobern; Die das Leben eigenverantwortlich verändern, natürlich auch aus der Komfortzone ausbrechen, aber langfristig für sich und ihre Kinder Lebensbedingungen schaffen, die kaum noch Rahmen für Symptome bieten. Ich freue mich immer wieder in meinen Seminaren und Workshops zu erleben, wie schnell eine Veränderung der Zahngesundheit zu sehen ist, wenn die Eltern sich voll und ganz für den Weg zur Ganzheit und zurück zu mehr Natürlichkeit entscheiden.

Es gibt immer einen Weg

Mit diesem Artikel möchte ich dazu inspirieren, den Mut nicht aufzugeben und auch wenn das Kind bereits Karies entwickelt hat, den vielleicht auf den ersten Blick mühsameren holistischen Weg zu gehen. Er dient nicht nur dem Kind, sondern der gesamten Familie. Sicher muss auch repariert werden und die Kaufunktion durch einen Zahnarzt wieder hergestellt werden. Aber das ist aus meiner Sicht nicht genug, um langfristig zu verhindern, dass an diesen Zähnen ein Leben lang Probleme auftauchen. Meist folgt weitere Karies, Wurzelbehandlungen und Überkronungen. Genau das gilt es zu verhindern und das geht aus meiner Sicht nur über die Balance aller Themen auf Körper-, Geist und Seelenebene. Hören die Probleme mit den Zähnen der Kinder langfristig auf, dann leben die Eltern sehr viel stressfreier, was letztlich zur emotionalen Balance im gesamten Familiensystem beiträgt. Und somit haben alle etwas davon 🙂

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Vielen lieben Dank und bis bald, deine

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Dr.Karin Bender-Gonser

Studium der Zahnheilkunde von 1986-1992 in Berlin Verheiratet Mutter von 4 Töchtern Tätig als holistische Zahnärztin über drkarinbendergonser.com

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