Macht vegane Rohkost unfrei-meine persönlichen Erfahrungen

Seit fast 3 Jahren bin ich nun vegan und im Januar 2016 war mir klar, dass ich auf 100 % Rohkost umstellen wollte.

Das war eine Entscheidung aus dem Bauch heraus.

Meine innere Stimme hat mich sehr deutlich geführt und ich bin gefolgt.

Während der letzten Monate habe ich erlebt, wie mein Körper auf die Rohkost reagiert hat.

Zunächst fühlte ich mich frisch und energiegeladen. Mein Darm machte nicht immer so mit, wie ich mir das vorstellte, aber es war ein Prozess, in den ich eingetaucht bin und auf dem ich weiterging und Erfahrungen sammelte.

Es begeisterte mich, neue Rohkost-Rezepte auszuprobieren oder zu kreieren und auf meinem Blog vorzustellen.

Im Laufe der Monate vereinfachten sich meine Mahlzeiten. Die Gourmet-Rohkost war für mich ein guter Einstieg, aber mit der Zeit wurde mir die Zubereitung dieser Mahlzeiten zu aufwändig .

Ich ass am Liebsten die Früchte und das Gemüse, sowie meine Sprossen und Keimlinge pur.

Dies erlaubte meinem Körper sich immer mehr zu reinigen und mein Geschmack änderte sich deutlich.

Hatte ich zu Beginn des Jahres grosses Verlangen nach süssen und stark gewürzten Speisen (Rohkostkuchen, Rohvegane Pizza und Burger), umso simpler wurde es mit den Monaten, die vergingen.

Unterbrochen wurde die 100%-ige Rohkosternährung  durch meine Reisen und zahlreiche Erfahrungen liessen nicht auf sich warten.

Wie war die Ernährung auf den Reisen?

Im Mai flog ich zu einem Charity-Einsatz nach Manila/Philippinen.

Dort war es extrem schwer eine rohvegane bzw. vegane Ernährung aufrecht zu erhalten.

In dem sozial schwachen Gebiet, in dem ich eine Woche lang wohnte, gab es viele Fast-Food Restaurants und Supermärkte nach amerikanischem Vorbild.

Bio-Lebensmittel und frische Früchte waren zu Gunsten von prozessierten Fertigprodukten eher Mangelware.

In den Restaurants gab es hin und wieder ein Angebot für vegetarisches essen, aber das Wort VEGAN war dort noch fremd.

Aus hygienischen Gründen traute ich mich nicht, rohes Gemüse und Obst zu essen, es sei denn, es konnte geschält werden.

Ich hatte mir aus Deutschland Rohkostkräcker, Chiasamen und Chlorella mitgebracht, und konnte mir im Hotelzimmer morgens einen Chiapudding mit Kokosmilch und Bananen zubereiten.

Die Kräcker waren ein guter Snack für zwischendurch und in den Restaurants bestellte ich ( aus hygienischen Gründen) gedünstetes Gemüse und Reis.

 

Im Juli ging es nach Thailand und das war ein Traum für jeden Rohköstler!

Ich habe mich hauptsächlich von einer Vielfalt an Früchten und frischen Kokosnüssen ernährt.

Hin und wieder aß ich einen Salat.

Auch auf dieser Reise hatte ich rohvegane Kräcker und Chlorella dabei.

 

Auf Mallorca konnte ich die rohvegane Ernährung wunderbar fortführen, da wir uns in einem Ferienhaus selbst versorgen konnten.

Die Supermärkte waren toll ausgestattet und es gab Regale für vegane Nahrungsmittel in vielen Geschäften.

Aber auch die Restaurants boten teilweise vegane Speisen an und es gab sogar einige spezielle vegane bzw. rohvegane Restaurants.

 

Im Oktober ging es nach Namibia und dort wurde es wieder extrem schwer, sich rohvegan zu ernähren.

Nur in den grossen Städten Windhoek und Swakopmund gab es grosse Supermärkte, die auch vegane und rogvegane Lebensmittel führten.

Ansonsten gab es auf unserer Rundreise in den Lodges und Camps vorbereitetes Essen. Meist Gekochtes vom Büffet.

Viel Fleisch, Eierspeisen und Gemüse, ab und zu Salat.

Auf dieser Reise überwog der Anteil an gekochter Nahrung bei mir.

 

Was haben die Reisen mir gezeigt?

Als Veganer und ganz besonders als Rohveganer kann man nicht in allen Ländern dieser Erde unbeschwert reisen.

Solange ich die Einstellung hatte, 100% roh zu essen, habe ich mir unentwegt Steine in den Weg geworfen und einen Grossteil meiner Energie damit verbraucht, nach Optionen zu suchen, um an entsprechende Nahrung zu kommen.

Oder ich habe bereits vor der Reise sehr viel Zeit und Energie damit verbraucht, einen Vorrat an Lebensmitteln einzukaufen und im Gepäck zu verstauen.

Das heisst ganz klar: Ich habe mich eingeschränkt und war wenig flexibel.

Und: Das hat mich genervt!

Also habe ich mich in den entsprechenden Ländern wieder mit veganer Kochkost ernährt.

 

Wie hat mein Körper darauf reagiert?

Während meines Manila-Aufenthaltes ging es meinem Körper wunderbar und ich genoss es sogar mal wieder gekochte Mahlzeiten zu konsumieren.

Allerdings änderte sich das nach meiner Rückkehr nach Deutschland.

Meine Verdauung verschlechterte sich und ich hatte das Gefühl, meinen Körper entgiften zu müssen.

Es dauerte etwa 3 Wochen, bis ich durch die Rückkehr zu 100% Rohkost, Safttagen und Darmreinigung wieder zu körperlicher Höchstform auflief.

Dazu muss ich jedoch anmerken, dass ich in meinem Kopf und mit meinen Gedanken erzeugt habe, dass mein Körper nach dem Rückflug rebellierte.

Immer wieder durchzog meine Gedanken die Idee, dass mein gesamter Darm durch die Kochkost und Aufnahme von „nicht biologisch angebauten“ Nahrungsmitteln Schaden erlitten hätte.

In sämtlichen Rohköstler-Foren hört man schliesslich immer davon, wie schädlich das sei.

Insofern habe ich selber herbeigeführt, was mein Körper mir signalisierte.

Nach meiner Namibiareise war das ganz anders.

Diesmal hatte ich mich nicht schlecht gefühlt, weil ich die 100%-ige Rohkost verlassen hatte .

Ich habe sogar nach der Heimreise beibehalten, mit meinen Kindern gekochte Mahlzeiten einzunehmen und empfinde es in der kalten Jahreszeit als etwas sehr angenehmes.

Das veränderte Mindset zeigte sich deutlich an der Reaktion meines Körpers.

Was ist mein persönliches Fazit?

Man soll nicht dogmatisch leben!

Man soll nicht zu streng mit sich sein!

Man soll sich nicht begrenzen!

Alles ist eine Erfahrung!

Wie halte ich es jetzt mit der Ernährung?

Die vergangenen 3 Jahre waren wichtig, um verschiedene Erfahrungen zu sammeln und meinen Körper zu reinigen.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass eine 100%-ige Rohkosternährung einen großen Nutzen für den Körper mit sich bringt und in bestimmten Krankheitssituationen sogar als Heilnahrung eingestuft werden kann.

Allerdings ist das dogmatische Festhalten an VORGABEN jeglicher Art nicht das, was ich in meinem Leben propagiere.

Frei zu sein, um Erfahrungen zu sammeln ist immer wichtig!

In manchen Lebensphasen braucht der Körper unterschiedliche Dinge und darauf einzugehen ist die wahre Aufgabe.

Sich selbst zu spüren und wahrzunehmen, was einem dient, sollte unser aller Ansinnen sein.

Und nicht auf „Ernährungs-Gurus“ zu hören und dogmatisch zu folgen.

Das habe ich für mich gelernt.

Was nicht bedeutet, dass das für Andere passt!

Wie immer gilt auch hier: „Folge dir selbst.“

In meiner spirituellen Ausbildung habe ich Menschen mit den unterschiedlichsten Eßverhalten kennengelernt:

Solche, die von Lichtnahrung leben, andere, die sich bewusst ernähren, aber auch Menschen, die sich von Junk-Food ernähren und dieses durch ihre Schwingung ( Segnung des Essens) transformieren.

 

Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt?

Ich freue mich auf euer Feedback:-)

Von Herzen

Karin

 

Herzlichst

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2 Kommentare

  • Liebe Karin, deine Worte hier tun mir richtig gut! Wir essen zwar nur vegan, nicht mal Rohkost, trotzdem ist es auf Reisen manchmal schwierig. Und dann essen wir vegetarisch, wenn vegan nicht möglich ist. Da wir gerade kurz vor einer Reise nach Südamerika stehen werden wir die nichtveganen, jedoch vegetarischen Dinge mit Liebe und ohne schlechtes Gewissen essen. Dein Blog- Artikel war gerade richtig für mich. Vielen Dank und liebe Grüße
    Birgit

    Antworten
    • Liebe Birgit, das freut mich wirklich sehr und ich wünsche euch eine wundervolle Reise mit ganz viel Freude und Genuss!
      Alles Liebe
      Karin

      Antworten

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