Therapie gegen Parodontitis: Ernährung

Parodontitis und Zahnfleischentzündungen werden antibiotisch oder mit operativen Eingriffen (Deep Scaling oder Lappenoperation) behandelt. Würden Zahnärzte vielmehr den Fokus auf die richtige Ernährung legen, gäbe es bessere Behandlungserfolge.

Antibiotika, operative Eingriffe und lebenslange Professionelle Zahnreinigung sind die heutigen Therapieansätze bei Parodontitis.

Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates, die sich durch Blutungen des Zahnfleischs, Lockerung der Zähne und Knochenabbau zeigt. Meist empfindet der Patient keine Schmerzen.

Die Ursachen dieser Erkrankung sind sehr vielfältig und multifaktoriell. Einerseits sind bestimmte gramnegative und anaerobe Bakterien für die Entzündungsreaktion verantwortlich, die zum Knochenabbau führt. Andererseits unterstützt ein schwaches Immunsystem das Voranschreiten dieser Erkrankung. Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle bei der Entstehung der Parodontitis.

In der Schulmedizin versucht man mit dem Bekämpfen der Keime, dieser Erkrankung Herr zu werden.

Warum sie ausbricht wird nicht hinterfragt. Die moderne Medizin hat 2 Waffen gegen die Parodontitis zur Hand:

  1. Antibiotika
  2.  Mechanische Therapie in Form von Deep Scaling oder Lappenoperationen

Um den Therapieerfolg zu halten, wird eine lebenslange Professionelle Zahnreinigung empfohlen.

In vielen Fällen kommt es immer wieder zum akuten Aufflammen der Entzündung

In meiner Praxistätigkeit habe ich immer wieder erlebt, dass nach der „erfolgreichen“ schulmedizinischen Therapie immer wieder Rückfälle (Remissionen) auftraten. Meist dann, wenn der Patient unter einem enormen Stress stand oder anderweitig erkrankte.

Das Immunsystem hat einen enorm großen Einfluss auf die Stabilität des Behandlungserfolgs. Stress, aber auch Infektionen im Körper reduzieren die Abwehrkraft und geben den parodontalpathogenen Bakterien die Chance, anzugreifen. Trotz schulmedizinischer Therapie!

Die Antwort in der Schulmedizin ist eine erneute antibiotische Behandlung oder mechanische Behandlungen.

Das Immunsystem stärken ist wichtiger, als antibakterielle Ansätze

In meiner 25 jährigen Praxiserfahrung wurde mir immer wieder bewusst, dass alle Therapieansätze nur dann von Erfolg gekrönt sind, wenn man das Immunsystem des Patienten stärkt. In den 90er Jahren besuchte ich im Rahmen einer ganzheitlichen Fortbildung einen Vortrag zum Thema Vitamin C- Substitution. Damals hieß es bereits, dass eine hochdosierte Gabe (4000 mg pro Tag) von Vitamin C über eine Dauer von 6 Wochen bei adulter Parodontitis, herausragende Erfolge lieferte. Das Vitamin C wirkt als starkes Antioxidant einerseits antiinflammatorisch (gegen Entzündung) und andererseits immunstärkend. Die Empfehlung bei meinen Parodontitispatienten hatte durchschlagenden Erfolg. Seither habe ich mich immer intensiver mit der Beziehung zwischen Ernährung, Vitaminen und Mikronährstoffen beschäftigt.

Lange Zeit fühlte ich mich als Einzelkämpfer unter meinen Kollegen, wenn ich die Zusammenhänge zwischen Parodontalerkrankungen und Ernährung thematisierte.

Endlich beschäftigt man sich an den Universitäten mit diesem Thema

In der Ausgabe der DZW (DieZahnarztWoche-Fachzeitschrift) vom 14.06.2017 erfährt der Leser in einem Artikel, wie sich Dr. Johan Wölber ( Universitätsklinikum Freiburg) zu dem Thema Parodontitis und Ernährung äussert.

In diesem Video lese ich aus diesem Text vor.

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Die Zeiten ändern sich

Es ist ein gutes Zeichen, dass sich nun auch Universitäten mit dieser Thematik beschäftigen. Denn dadurch öffnet sich das Bewusstsein der Studenten und zukünftigen Zahnärzte für Ernährungsfragen. Solange wir unserem Körper ungenügend Nährstoffe zur Verfügung stellen, kann er nicht heilen. Alleine mit schulmedizinischen und pharmakologischen Maßnahmen lassen sich Krankheiten nicht bekämpfen. Wir müssen den Blick für das Ganze zurück bekommen. Der ganzheitliche und holistische Blickwinkel integriert alle Ansätze, auch die Schulmedizin. Es ist wichtig alles unter einem Dach zu vereinen und jedem Patienten das Beste für ihn und seine Heilung zur verfügung zu stellen. Ich freue mich auf die Zukunft!

Herzlichst

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